8.
An Weihnachtsstern kann man sich schwer vergiften
Zwar ist der Weihnachtsstern eine der beliebtesten
Tischpflanzen in der Weihnachtszeit, doch rankt sich um ihn der Mythos, er sei
lebensbedrohlich, zumindest für Kinder. Das versehentliche Verzehren von Teilen
der verführerischen Pflanze könne zu schweren Vergiftungen mit
Lähmungserscheinungen und schlimmstenfalls zum Tod führen.
Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, die
normalerweise tatsächlich giftig sind; sie enthalten hautreizende Diterpene.
Das gilt allerdings nur für Wildformen. Der handelsübliche Weihnachtsstern ist
diterpenfrei und unbedenklich.
Das beweist auch eine Erhebung in den USA: Man hatte 22 793
Verdachtsfälle von Vergiftung durch Weihnachtsstern untersucht. In 96% der
Fälle war kein medizinisches Eingreifen irgendeiner Art erforderlich,
Lebensgefahr bestand nicht bei einem einzigen. In 92 Fällen hatten Kleinkinder
auffällig viele Pflanzenteile verzehrt – in keinem dieser Fälle mussten
medizinische Maßnahmen ergriffen werden. Vor dem Weihnachtsstern braucht man
sich also als Mensch nicht zu fürchten. Gesund ist das Essen von
Zierpflanzenteilen aber generell nicht; es kann zu Magenverstimmungen führen.
Zudem reagieren manche Haustiere empfindlicher auf Pflanzenteile und können
durch den Verzehr von Weihnachtsstern tatsächlich gefährdet sein.
Sicherheitshalber sollte man sich bei Mensch wie Tier also
doch an einen Arzt wenden, wenn versehentlich Weihnachtsstern verzehrt wurde.
Grund zur Panik besteht aber nicht.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsstern_%28Pflanze%29#Gesundheitsgefahr; http://www.focus.de/gesundheit/ticker/mythen-enttarnt-weihnachtsstern-nicht-giftig-muetze-im-winter-kein-muss_aid_367668.html
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