2. Nicht verkaufte
Schokoweihnachtsmänner werden zu Osterhasen
Eine oft gehörte Verschwörungstheorie besagt, die
Schokoladenweihnachtsmänner, die wir im Dezember nicht äßen, würden uns im
Frühling als Schokoladenosterhasen wieder vorgesetzt. Doch kann das stimmen?
Einfache Antwort: Nein.
Zunächst mal bleiben viel weniger Schokonikoläuse im
Geschäft zurück, als gemeinhin angenommen, denn die Produktion orientiert sich
an relativ zuverlässigen Marktdaten. Zweitens wäre das Umschmelzen den Aufwand
und Ärger niemals wert. Einsammeln, nach Hersteller sortiert zurück an die
Fabrik schicken, dort von Hand auspacken und anschließend einschmelzen – das
würde enorme Kosten verursachen. Da ist es günstiger, frische Schokohasen zu
produzieren. Außerdem bleibt man so im Rahmen des Legalen; mit der Wiederverwertung
einmal ausgelieferter Lebensmittel käme man in Konflikt mit dem deutschen
Lebensmittelgesetz. Zu guter Letzt wäre die Wiederverwertung auch dem Geschmack
abträglich, mehrfach eingeschmolzene Schokolade mundet einfach nicht mehr so
gut.
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